Förderung bei Dachsanierung – Programme für Landwirte & Gewerbe im Überblick

Ein undichtes oder ungedämmtes Hallendach kann erhebliche Energiekosten verursachen – und im Ernstfall sogar den laufenden Betrieb gefährden. Trotzdem zögern viele Landwirte und Unternehmen die Sanierung hinaus, vor allem aus Sorge vor den Investitionskosten.

Diese finanzielle Belastung müssen Sie jedoch nicht allein tragen. Bund, Länder und Förderbanken bieten eine Vielzahl an Programmen, mit denen sich eine Dachsanierung wirtschaftlicher umsetzen lässt. Richtig eingesetzt, können diese Förderungen einen erheblichen Teil der Kosten abfedern und die Investition planbar machen.

Entscheidend ist jedoch, den Überblick zu behalten: Welche Programme passen zu Ihrem Vorhaben? Und wie lassen sich diese sinnvoll kombinieren? Der folgende Überblick zeigt Ihnen, welche Fördermöglichkeiten für Ihren Betrieb infrage kommen und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen.

Warum lohnt sich eine geförderte Dachsanierung für Landwirte und Industriebetriebe?

Großbauten wie Ställe, Scheunen oder Werkshallen haben enorme Dachflächen und schon ein einziger Quadratmeter ungedämmtes oder beschädigtes Dach verursacht messbare Energieverluste. Bei Flächen von mehreren tausend Quadratmetern summiert sich das schnell zu fünfstelligen Jahreskosten, die durch eine energetische Sanierung drastisch gesenkt werden können.

Wer die richtigen Programme kombiniert, kann je nach Maßnahme Zuschüsse von 15 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten oder von zinsgünstigen Darlehen mit hohen Tilgungszuschüssen profitieren. Das verbessert die Liquidität, schützt das Betriebskapital und steigert den Gebäudewert.

Welche Programme sind für landwirtschaftliche und gewerbliche Gebäude geeignet?

Nicht jedes Förderprogramm gilt für jeden Gebäudetyp. Für die Förderung der Dachsanierung in der Landwirtschaft und Industrie kommen vor allem folgende Instrumente in Frage:

  • KfW-Bundesförderung für effiziente Gebäude (Nichtwohngebäude), Programm 263 und 264
  • BAFA-Zuschüsse im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM)
  • Landwirtschaftliche Rentenbank mit zinsgünstigen Darlehen für Agrarbetriebe
  • Landesförderprogramme, die je nach Bundesland ergänzende Mittel bereitstellen

Viele dieser Programme lassen sich miteinander kombinieren, solange die Gesamtförderquote bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Wichtig: KfW-Programme und BAFA-Konditionen ändern sich regelmäßig. Eine professionelle Beratung vor Antragstellung ist deshalb unbedingt ratsam.

Sanierungsprojekte im landwirtschaftlichen und gewerblichen Bereich

Förderung für die energetische Dachsanierung

Die energetische Dachsanierung ist der häufigste Förderfall. Hier geht es in der Regel darum, den Dämmwert des Gebäudes zu erhöhen, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu verbessern. Die KfW und BAFA sowie verschiedene Landesförderprogramme bieten umfangreiche Fördermittel, um dies zu unterstützen.

Die Förderung erfolgt wahlweise als Kredit mit vergünstigtem Zinssatz oder als direkter Investitionszuschuss, je nach Programm und Antragsteller. Wichtig zu beachten ist, dass verschiedene Programme unterschiedliche Anforderungen stellen, auch bezüglich des erzielten U-Werts.

Förderung für die Dachsanierung bei Asbest

Asbesthaltige Dachplatten, sogenannte Faserzementplatten, sind in Deutschland auf Zehntausenden Bestandsgebäuden zu finden, besonders auf alten Stallgebäuden und Industriehallen aus den 1960er bis 1980er Jahren. Bei Abbruch oder Sanierung muss die Arbeit von nach TRGS 519 zertifizierten Fachbetrieben wie M.M Montage verrichtet werden.

Wer eine fachgerechte Asbestsanierung plant, kann unter Umständen Förderung für die Dachsanierung durch KfW und BAFA in Anspruch nehmen, wenn gleichzeitig eine energetische Verbesserung des Daches erfolgt. Eine reine Asbestentfernung ohne bauliche Folgemaßnahme wird durch KfW und BAFA in der Regel nicht direkt gefördert. Hierfür existieren jedoch einige Landesförderprogramme sowie steuerliche Abzugsmöglichkeiten für Unternehmen.

Förderung für die Dachsanierung mit Photovoltaik

Große Dachflächen bieten ungenutzte Fläche für Stromerzeugung. Wer im Zuge der Dachsanierung gleichzeitig eine Photovoltaikanlage installiert, kann doppelt profitieren. Einspeisevergütung nach EEG und Förderung der Dachmaßnahme können parallel genutzt werden. Manche Bundesländer bieten zudem eigene Zuschüsse für Agri-PV oder gewerbliche Solaranlagen an.

Staatliche Förderung bei Dachsanierung

Unter dem Begriff „staatliche Förderung" für die Dachsanierung verbergen sich verschiedene Ebenen: Bund, Länder und Kommunen. Auf Bundesebene sind KfW und BAFA die zentralen Akteure. Dazu kommen länderspezifische Investitionsprogramme, etwa über die NRW.BANK, die LfA Bayern oder die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Wer in einem Bundesland mit starker Agrarstruktur wirtschaftet, findet oft ergänzende Fördertöpfe, die speziell auf Landwirtschaft und Gewerbe zugeschnitten sind.

KfW-Förderung für Dachsanierung

Die KfW-Bank ist für die meisten Betriebe der erste Ansprechpartner. Für Nichtwohngebäude gelten folgende Eckdaten:

  • Programm 263 (BEG NWG Kredit): Zinsgünstige Darlehen für Sanierungsmaßnahmen an Nichtwohngebäuden mit variierenden Kreditobergrenzen nach Vorhaben
  • Programm 264 (BEG NWG Kredit): Zinsgünstige Darlehen mit möglicher zusätzlicher Förderung für die Baubegleitung
  • Sehr hohe Tilgungszuschüsse möglich, abhängig von der erreichten Effizienz­gebäude-Stufe

Über die BEG NWG fördert die KfW sowohl Einzelmaßnahmen als auch umfassende Sanierungen. Entscheidend ist, dass die Maßnahme einen definierten energetischen Mindeststandard erfüllt, in der Regel einen U-Wert der Dachdämmung von maximal 0,14 W/(m²K). Anträge müssen grundsätzlich vor Baubeginn unter Einbindung eines Energieeffizienz-Experten (EEE) gestellt werden. Wer bereits begonnen hat, ist in der Regel ausgeschlossen.

BAFA-Förderung für Dachsanierung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert im Rahmen der BEG Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle von Nichtwohngebäuden, darunter Dachdämmung und Sonnenschutzeinrichtungen mit optimierter Tageslichtversorgung. Der Grundfördersatz beträgt standardmäßig 15 Prozent der förderfähigen Kosten.

Auch hier gilt, dass ein Antrag vor Auftragserteilung gestellt werden muss. Für die Antragstellung muss ein Energieeffizienz-Experte (EEE) eingebunden werden. Landwirte und Gewerbebetriebe können BAFA-Zuschüsse grundsätzlich beantragen, sofern die Gebäude nicht dem reinen Wohnbereich zuzuordnen sind.

Steuerliche Förderung der Dachsanierung für Unternehmen und Landwirte

Was viele übersehen, ist, dass die steuerliche Absetzbarkeit für Betriebe oft attraktiver ist als staatliche Direktzuschüsse. Sanierungskosten an betrieblich genutzten Gebäuden können vollständig als Betriebsausgabe abgesetzt werden, entweder sofort oder über die Nutzungsdauer des Gebäudes abgeschrieben. Bei einer Dachsanierung im sechsstelligen Bereich kann die Steuerersparnis je nach Steuersatz einen erheblichen Anteil der Investition kompensieren. Sprechen Sie diesen Punkt unbedingt mit Ihrem Steuerberater ab.

So beantragen Sie Fördermittel für Ihre Dachsanierung – Schritt für Schritt

  • Schritt 1: Kostenvoranschlag für die Dachsanierung anfordern. Dieser gibt einen ersten Überblick über den Sanierungsumfang, die Prioritäten und den ungefähren Budgetrahmen.
  • Schritt 2: Energieeffizienz-Experten (EEE) beauftragen. Dieser ist für viele Programme Pflicht und hilft bei der Ermittlung passender Förderprogramme und der Antragstellung.
  • Schritt 3: Förderantrag stellen, für Förderprogramme der KfW oder BAFA vor Auftragserteilung und Baubeginn.
  • Schritt 4: Auftrag vergeben, erst nach Bestätigung des Antrags.
  • Schritt 5: Maßnahme durchführen lassen durch einen zertifizierten Fachbetrieb wie M.M Montage.
  • Schritt 6: Verwendungsnachweis einreichen und Fördermittel abrufen.
  • Schritt 7: Sanierungskosten steuerlich absetzen.

M.M Montage unterstützt Sie von der ersten Beratung bis zur abgeschlossenen Sanierung, zertifiziert nach TRGS 519 und erfahren in der Umsetzung komplexer Großbauprojekte.

Kosteneffizient sanieren mit M.M Montage

Die Höhe Ihrer möglichen Fördersumme hängt maßgeblich von den konkreten Investitionskosten ab. Eine realistische Einschätzung ist daher nur auf Basis eines fundierten Kostenvoranschlags möglich. Mit einem unverbindlichen Angebot von M.M Montage erhalten Sie frühzeitig Klarheit über den finanziellen Rahmen Ihrer Dachsanierung und schaffen die Grundlage, um passende Förderprogramme gezielt zu nutzen.

M.M Montage begleitet Sie zuverlässig durch alle Phasen Ihres Projekts, von der ersten Planung bis zur fachgerechten Umsetzung. Dank unserer Erfahrung mit den gängigen Förderprogrammen unterstützen wir Sie bei der Orientierung im Antragsprozess, um Ihre Sanierung möglichst kosteneffizient zu gestalten. Bitte beachten Sie, dass eine Erstellung von Gutachten oder offiziellen Fördernachweisen in der Regel durch entsprechend zertifizierte Energieberater erfolgt.

Fordern Sie jetzt Ihr unverbindliches Angebot an und verschaffen Sie sich einen klaren Überblick über Kosten, Möglichkeiten und Einsparpotenziale.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Förderung gibt es für Dachsanierung?

Landwirte können KfW-Programme für Nichtwohngebäude, Darlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank sowie landesspezifische Agrarprogramme nutzen. Hinzu kommt die vollständige steuerliche Absetzbarkeit als Betriebsausgabe, die in der Praxis häufig die attraktivste Option darstellt.

Wie viel Förderung gibt es bei Dachsanierung?

Wie viel Förderung für die Dachsanierung insgesamt besteht, basiert schlussendlich auf der Art und dem Umfang der Sanierungsmaßnahmen sowie der Einhaltung der Anforderungen der verschiedenen Anbieter. Mit gezielter Kombination von Programmen sind bei gewerblichen Großprojekten Fördersummen im fünfstelligen Bereich möglich.

Kann ich KfW- und BAFA-Förderung gleichzeitig für die Dachsanierung nutzen?

Eine Kumulierung von KfW-Krediten und BAFA-Zuschüssen ist grundsätzlich möglich, solange die Gesamtförderquote die gesetzlich festgelegten Obergrenzen nicht überschreitet. Beide Anträge müssen separat vor Baubeginn und unter Einbindung eines Energieeffizienz-Experten gestellt werden. Dieser kann zu der Kombination der Fördermittel beraten.

Können Unternehmen die Dachsanierung steuerlich absetzen?

Ja, Sanierungskosten an betrieblich genutzten Gebäuden sind als Betriebsausgabe abziehbar, entweder sofort oder über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Die genaue Behandlung hängt vom Einzelfall ab und sollte mit dem Steuerberater abgestimmt werden.

Wie hoch ist die maximale Förderquote bei einer energetischen Dachsanierung für Gewerbebetriebe?

Die maximale Förderquote liegt bei Einzelmaßnahmen über BAFA bei bis zu 15 Prozent mit iSFP. Bei umfassender Sanierung zum KfW-Effizienzgebäude können Tilgungszuschüsse bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten erreichen.

Gibt es staatliche Förderung für die Entfernung von Asbestdächern?

Eine reine Asbestentfernung wird durch KfW und BAFA nicht direkt gefördert. Wird neben der Asbestsanierung jedoch gleichzeitig in eine energetische Dachsanierung investiert, besteht Förderung für die Gesamtkosten. Einige Landesförderprogramme bieten zudem spezifische Zuschüsse für Asbestsanierungen an.

Gibt es Förderung für Photovoltaik auf dem sanierten Gewerbedach?

Ja, die Installation von Photovoltaik kann gefördert werden. Neben KfW-Programmen für erneuerbare Energien gilt das EEG mit Einspeisevergütung. Einige Bundesländer fördern gewerbliche Solaranlagen zusätzlich durch eigene Investitionszuschüsse.